Liebe ist nicht nur ein Wort – sie ist ein Bewusstseinszustand im Herzen
Spirituelle Liebe im Herzen erfahren – diese Worte sind mir heute Morgen ganz still begegnet, noch bevor der Tag begonnen hatte.
Mein Tag begann mit dem Erwachen am Morgen, und doch war es kein gewöhnliches Erwachen. Es war, als hätte sich etwas in mir neu sortiert, ohne dass ich es benennen musste. Heute durfte ich den Morgen in einer besonderen Form erleben: nur mit mir selbst. Ohne äußere Ablenkung. Ohne Gespräch. Ohne Erwartung.
In dieser Stille wurde mir bewusst, wie tief die Bedeutung von Familie in meinem Leben verankert ist. Nicht nur die Familie, in die wir auf dieser Erde hineingeboren werden, sondern auch jene unsichtbare, größere Familie, die uns jenseits von Zeit und Raum miteinander verbindet. Die irdische Familie ist ein Raum des Lernens, des Spiegelns, des Erwachens und zugleich des Loslassens von all dem, was wir übernommen haben, ohne dass es jemals wirklich zu uns gehörte.
Wir werden in eine Familie hineingeboren, um uns selbst zu begegnen. Um alte Muster zu erkennen. Um uns zu erinnern. Und um zu fühlen, was Liebe wirklich ist – jenseits von Erwartungen, Rollen und Verletzungen.
Oft wird uns erst dann bewusst, wer wir in Wahrheit sind, wenn wir das Spiel des Lebens scheinbar wieder verlassen. Wenn wir uns aus der Identifikation mit dem Körper, mit der Geschichte, mit der Rolle lösen. Dann öffnen sich Ebenen des Seins, in denen das Herz wieder zu sprechen beginnt. Dort erkennen wir, dass wir nie getrennt waren. Dass wir alle Teil einer großen Seelenfamilie sind, die auf diesem Planeten Erde ein göttliches Experiment erfährt: die Liebe zu sein in Zeiten der Dualität, in Zeit und Raum.
Mit jedem Moment bewussten Seins in diesem Raum der unendlichen Möglichkeiten erinnern wir uns. Das Eine erkennt sich im Individuum. Der Seelenaspekt erkennt sich als Ausdruck des Ganzen. Und das Herz beginnt zu verstehen, ohne erklären zu müssen.
Meine Aufgabe in diesem Spiel war und ist es, durch die dichten Energien dieser Welt hindurchzugehen und mich selbst immer wieder zu erinnern. Ich bin aufgestiegen durch Angst, durch Schmerz, durch Zweifel, durch Dunkelheit – nicht, um sie zu bekämpfen, sondern um sie zu durchlichten. Ich habe mich erfahren als Licht und als Dunkelheit. Ich habe gelacht. Ich habe geweint. Ich habe geliebt und ich habe gelitten.
Doch am Ende dieser inneren Reise wurde mir eines vollkommen klar: Es ist die Liebe im Herzen, die uns als Wesen des Lichts verbindet und auf ewig vereint.
Mit der Wiedergeburt meines erwachten Bewusstseins wurde mir deutlich, dass Bewusstsein niemals geboren wird, so wie ein Mensch geboren wird. Bewusstsein ist immer da. Was sich erneuert, ist das Vertrauen. Die Geborgenheit. Die Rückkehr in das Herz. Die Heimkehr in das Eine, das geduldig in uns ruht und auf diesen Moment wartet.
Für viele Menschen kann diese Begegnung mit sich selbst überwältigend sein. Auch für mich war sie es. Tränen sind geflossen. Nicht aus Traurigkeit, sondern aus tiefer Erleichterung. Mein Körper durfte loslassen. Mein Herz durfte sich öffnen. Zum ersten Mal in diesem Leben fühlte ich mich wahrhaftig glücklich. Frei von Angst. Frei von Sorgen. Ich spürte Harmonie, inneren Frieden und eine Liebe, die nichts fordert. Dieses Öffnen geschieht nicht im Verstand, sondern im spirituellen Herzen.
Es war das Gefühl, nach einer sehr langen Reise nach Hause zu kommen.
In diesem Bewusstseinszustand bin ich bewusst geblieben. Nicht aus Anstrengung, sondern aus Vertrauen. Und ich weiß, dass mir in diesem Zustand Menschen begegnen dürfen, die sich ebenfalls erinnern. Nicht durch Worte, sondern durch Resonanz.
Jedes beseelte Wesen trägt diese Fähigkeit in sich. Die Erinnerung daran, dass alles Liebe ist. Dass alles miteinander verbunden ist – jenseits von sichtbaren Formen. Jedes seelische Ausdrücken ist ein Akt der bedingungslosen Liebe im Bewusstseinsraum der unendlichen Möglichkeiten.
Mein Weg begann vor vielen Inkarnationen. Es war ein Weg des Leidens, aber auch ein Weg des Wachstums. Ich habe mir stets Herausforderungen gewählt, die gerade noch zu meistern waren. Und ich bin diesen Weg niemals alleine gegangen. Menschen und Tiere waren stets an meiner Seite, als Spiegel, als Begleiter, als Lehrer.
Ich habe beide Seiten der Medaille betrachtet. Angst und Liebe. Kontrolle und Hingabe. Dunkelheit und Licht. Ich habe viele Leben gelebt und viel Leid getragen. Ich habe geliebt wie ein Vater seine Kinder liebt – selbst dann, wenn sie sich selbst vergessen hatten.
Doch jetzt ist der Moment gekommen, in dem die Kinder nach Hause zurückkehren dürfen. Die Erinnerungen kehren zurück in diesen Bewusstseinsraum der unendlichen Möglichkeiten.
Mit jedem bewussten Wahrnehmen aus dem Herzen verändert sich das kollektive Bewusstseinsfeld. Das Spiel von Trennung, von Gut gegen Böse, von Macht und Ohnmacht endet mit der Erkenntnis der eigenen Göttlichkeit im Herzen.
Alles, was es dafür braucht, ist das Öffnen des inneren Herzraumes. Die Bereitschaft, die Liebe zu fühlen, die uns alle umgibt und durchströmt.
Ich bin dankbar für mein Sein als dieses Licht in diesem Bewusstseinsraum des Einen, das durch jeden Seelenaspekt im Hier und Jetzt wirkt.
Mein Dank gilt allen Menschen, die diesen Lichtimpuls lesen. Jeder von euch ist ein Kind des Einen. Jeder von euch trägt dieses Licht in sich.
Danke für euren Weg.
Danke für euren Halt.
Danke für eure Liebe.
Ich verabschiede mich nun wieder – in tiefer Verbundenheit.
Bis zum nächsten Mal.
In Liebe
Andreas
Fragen aus dem Feld der Erinnerung
Liebe ist kein Gefühl, das kommt und geht. Sie ist ein Seinszustand, der im Herzen ruht. Wenn wir uns erinnern, wer wir wirklich sind, erkennen wir, dass Liebe unser ursprünglicher Zustand ist – unabhängig von äußeren Umständen.
Die Familie ist ein Spiegelraum. Sie zeigt uns alte Muster, ungelöste Themen und zugleich die Möglichkeit zur Heilung. In ihr begegnen wir uns selbst in verdichteter Form.
Eine Seelenfamilie ist eine Verbindung jenseits von Blut und Herkunft. Es ist ein Feld von Wesen, die sich gegenseitig im Erinnern unterstützen – über viele Leben hinweg.
Dunkelheit ist kein Fehler. Sie ist ein Erfahrungsraum. Erst durch sie erkennen wir das Licht in uns. Beides gehört untrennbar zusammen.
Es ist kein Neubeginn, sondern ein Erinnern. Ein Zurückkehren in das Vertrauen und die innere Geborgenheit, die immer da war.
Tränen sind ein Zeichen von Loslassen. Der Körper entlässt alte Spannungen, alte Geschichten, alte Identifikationen.
Ja. Jedes beseelte Wesen trägt diese Fähigkeit in sich. Erinnerung ist kein Privileg, sondern ein natürlicher Zustand.
Mit jedem Menschen, der aus dem Herzen wahrnimmt, verändert sich das Ganze. Bewusstsein wirkt immer über das Individuum hinaus.
Es bedeutet, Mitgefühl zu entwickeln – für sich selbst und für andere. Es bedeutet, das Spiel zu durchschauen, ohne es abzulehnen.
Nicht durch Kontrolle, sondern durch Hingabe. Durch Präsenz. Durch ehrliches Fühlen.
